Orestes - Griechische Mythologie

Ölbild das Orestes, einer Person der griechischen Mythologie, gewidmet ist
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Zum Malen des Bildes wurde ich inspiriert durch einen Besuch der Komischen Oper in Berlin, in der mich die Aufführung mit dem Titel "Orest" sehr beeindruckt hat. Das tragische Thema und Inhalt dieser Oper: brutale Ereignisse, in der Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und selbst Mord innerhalb der Familie (in der griechischen Mythologie ist Orest der Mörder seiner eigenen Mutter) vorherrschten. Untermalt wurde diese Aufführung mit der großartigen Musik von Georg Friedrich Händel.

Im ersten Moment passen die wunderschönen Arien nicht zu den brutalen Ereignissen, das man auch als Opern-Laie - wie ich es bin - sofort merkt. Doch genau dieser Gegensatz hat mich von Beginn an fasziniert. Diese Diskontinuität ist dem jungen aber durchaus begabten Opernregisseur, S. Baumgarten, sehr gelungen.

Und aufgrund der Diskontinuität entstand letztendlich auch die Idee für das Ölbild: "Das Bild als Kontrast".

Die wunderschönen Arien von G. F. Händel werden in meinem Bild als klarer , blauer Himmel (mit weißem, edlen Stoff) dargestellt und stehen im Kontrast zu dem tragischen Libretto über Hass und Mord. Schlussendlich spielt auch die Angst eine Rolle, die mit dunklen Steinen, durch Spuren von Gewalt, Zerstörung und (teilweise menschlichen) Überresten ausgedrückt habe (verteilte Knochen, Blut auf der linken Seite ein zerrissenes und verdrecktest Stück Stoff).

Nun noch ein kurzes Wort zur Oper und weshalb diese so interessant ist: Die Oper ist eine Pastete (Passito oder Pasticcio), denn der Komponist hat sich aus seinen eigenen, bereits bestehenden Werken bedient und Teile davon miteinfließen lassen. Das heißt, er hat aus seinem eigenem Repertoire die schönsten Arien für die Oper "Orest" "entwendet".