Autogas - die günstigere Alternative

Tankpistole für Autogas

Dass Kunst nicht immer teuer sein muss, bleibt unbestritten. Doch das gilt eben nicht nur für die Kunst, auch beim Auto fahren lässt sich eine Menge einsparen. Das Stichwort hierbei ist: Umrüstung auf Autogas. Damit lassen sich bei jedem Tankvorgang rund die Hälfte der Kosten einsparen, die sonst beim Tanken von Benzin oder Diesel anfallen würden.

Zuerst einmal sollte geklärt werden, worum es sich bei dem Kraftstoff Autogas eigentlich handelt. Autogas ist eine Mischung aus den beiden Gasen Propan und Butan. Anders als Benzin und Diesel kann Lpg nur bei einem bestimmten Druck flüssig gespeichert werden, welcher rund 4 bar beträgt. Gelangt das Flüssiggas nach Außen, verflüchtigt es sich dagegen allmählich, jedoch langsamer als Erdgas. Der Tankvorgang ist im Prinzip der gleiche wie beim Tankvorgang bei Benzin oder Diesel, unterscheidet sich jedoch ein klein wenig. Denn beim Tanken von Lpg muss der Tankrüssel aufgrund des unter Druck gespeicherten Autogases an den Tankstutzen angeschraubt werden.
Wichtig ist zudem, dass die Werkstatt, die den Einbau der Autogasanlage vornimmt, diesen auch ordnungsgemäß durchführt, damit das Fahrzeug im Autogas-Betrieb einwandfrei und ohne Sicherheitsrisiken funktionieren kann. Nach der Umrüstung muss das der Einbau anschließend durch eine anerkannte Prüfstelle abgenommen werden.

Kosten für eine Umrüstung

Derzeit bezahlt man für einen Liter Autogas rund 65 Cent, also in etwa 50 % günstiger als Benzin und ein Umbau des Fahrzeuges ist in Deutschland nicht unbedingt mit hohen Kosten verbunden. Umrüstungen werden von Werkstätten schon für einen Preis um ca. 2000 € angeboten. Doch zuerst einmal müssen diese Kosten für den Umbau wieder hereingeholt werden. Die Zeit, in der sich der Einbau amortisiert hat, kann durchaus bis zu 2 Jahre betragen, je nachdem, wie viele Kilometer im Jahr mit dem Fahrzeug zurückgelegt werden.

Eine andere Möglichkeit ist auch die Umrüstung auf Erdgas. Jedoch ist dies nicht so günstig wie eine Autogasumrüstung. Unter anderem muss ein schwerer, robusterer Tank eingebaut werden, zudem ist der Umbau umständlicher, das die Kosten für den Einbau auf bis zu 4000 € ansteigen lässt. Aber auch Neufahrzeuge können mit Erdgasantrieb erworben werden. Mehrere Fahrzeughersteller bieten diese Möglichkeit an. Dagegen sind die Angebote von Herstellern für Neufahrzeuge mit Autogasanlage sehr begrenzt.

Weiterer Vorteil von Autogas

Vielen wird Autogas in erster Linie nur unter dem Aspekt des günstigeren Tankens und dem damit verbundenen Spareffekt bekannt sein. Doch dies ist nicht der einzige interessante Punkt, der für ein Fahrzeug mit Flüssiggas-Antrieb spricht. Denn darüber hinaus ist Lpg - genauso wie Erdgas - deutlich umweltfreundlicher. Der Ausstoß umweltschädlicher Stoffe, wie Kohlenstoffdioxid oder Ruß, ist beim Verbrennen von Autogas bzw. Erdgas weitaus geringer.

Nachteilig jedoch wirkt sich nach einer Umrüstung ein durchaus möglicher Mehrverbrauch aus, der im ungünstigsten Fall sogar bis zu 20 % über dem Benzin-Verbrauch liegen kann.

Autogas - oder doch lieber Erdgas?

Wer sich noch nicht so recht entscheiden kann, ob man das Fahrzeug auf Autogas umrüsten soll, oder besser auf Erdgas setzt, der sollte unter anderem die Umrüstungskosten in seine Überlegung mit einbeziehen. Ist das Fahrzeug nämlich gebraucht, also demnach schon etwas älter und sollte dieses in den nächsten Jahren mit Sicherheit gegen ein neueres Fahrzeug gewechselt werden, so ist der Einbau einer Autogasanlage wahrscheinlich empfehlenswerter, aufgrund der relativ geringen Umbaukosten. Die Umrüstung schon nach kurzer Zeit amortisiert haben.

Wer dagegen ohnehin plant, sich in absehbarer Zeit ein Neufahrzeug zuzulegen, der könnte durchaus mit dem Gedanken spielen, sich dieses Fahrzeug direkt vom Hersteller mit einem Erdgasantrieb zu beschaffen. Man bezahlt zwar einen Aufpreis für dieses Fahrzeug, jedoch gibt es oftmals lohnende Förderungen für die Wahl eines Fahrzeuges mit CNG-Antrieb.